Diplomausbildung

Ausbildungsschwerpunkte & Schulphilosophie

In der Pflegeschule Reutte liegen uns drei Schwerpunkte am Herzen.

Allgemeinwissen und berufsspezifisches Fachwissen

In 3 Jahren Ausbildung werden über 2000 Stunden Theorie unterrichtet und geprüft, um die uns anvertrauten PatientInnen und BewohnerInnen mit Fachwissen pflegen zu können.

In den medizinischen Fächern werden grundlegende Kenntnisse des gesunden und kranken Menschen vermittelt. In den Pflegefächern wird, aufbauend auf einer vertieften Menschenkenntnis, die fachkundige Betreuung von pflegebedürftigen Menschen erlernt, entsprechend deren körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Die Gesundheits- und Krankenpflege wird in ganzheitlicher Sichtweise nach wissenschaftlich definierten Pflegemodellen vermittelt.

Die Themen reichen z.B. von A wie Anatomie bis Z wie Zentralvenenkatheter, von Biographiearbeit bis Thromboseprophylaxe, oder von Krankheitsbewältigung bis Trauerarbeit.

Im Rahmen der Ausbildung erhalten unsere Schüler Zertifikate über die Grundausbildung in Basaler Stimulation® und DG Kinästhetik®

Praktische Fertigkeiten

In den ca. 2500 Stunden der praktischen Ausbildung werden die SchülerInnen von diplomierten Gesundheits-und Krankenschwestern/pflegern, sowie von den LehrerInnen der Pflegeschule Reutte angeleitet und begleitet. Im praktischen Unterricht am Krankenbett erfolgt der Transfer des theoretisch Gelernten in die Praxis.

Beispiele für Praktika an Krankenanstalten:

  • Chirurgische Abteilung
  • Internistische Abteilung
  • Abteilung für Kinder & Jugendliche
  • Abteilung für Gynäkologie & Geburtshilfe
  • Unfallchirurgische Abteilung
  • OP
  • Intensivstation
  • Ambulanzen
  • etc.

Beispiele für sonstige Praktika:

  • Altersheime
  • Pflegeheime
  • Hauskrankenpflege
  • Lebenshilfe
  • Rotes Kreuz
  • etc.

Ein Praktikum können sich die SchülerInnen selbst wählen. Wir unterscheiden uns von vielen anderen Schulen dahingehend, dass wir es unseren SchülerInnen ermöglichen, Praktika teilweise auch außerhalb unseres Bezirkes und sogar im Ausland zu absolvieren. Diese Flexibilität bietet den SchülerInnen die Möglichkeit Einrichtungen kennen zu lernen, die sie interessieren oder an denen sie später vielleicht einmal arbeiten möchten. Ganz allgemein dienen sie der Horizonterweiterung und dem Kennenlernen unterschiedlicher Pflegesysteme und 
-methoden.

Jede/r SchülerIn erhält während ihrer Ausbildung mindestens 50 Stunden angeleitetes Praktikum. Darunter ist eine, meist als Einzelunterricht durchgeführte, praktische Unterweisung an einem oder mehreren Patienten/Bewohnern zu verstehen. Diese Praktika werden von einem/einer LehrerIn der Gesundheits- und Krankenpflege angeleitet bzw. beaufsichtigt.

Persönlichkeitsbildung

Der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege erfordert die Fähigkeit, in vielen Formen Beziehung mit Patienten/Heimbewohnern aufnehmen zu können, Sorgen und Ängste einfühlsam zu verstehen, Sterbende begleiten zu können, Krisensituationen zu bewältigen, u.v.m.

So unterstützen wir in vielen Seminaren, Workshops und Supervisionen die Entwicklung der Persönlichkeit in Richtung Autonomie, Selbstverantwortung, Empathie- und Beziehungsfähigkeit, Patientenbezogenheit sowie Konflikt- und Kritikfähigkeit.

Wir versuchen, diese Werte auch im Schulalltag erlebbar zu machen. Dies bedeutet z.B.

  • Schülerzentriertheit: Einbeziehung der SchülerInnen in die Entscheidungsprozesse der Schule
  • Krank und schwach dürfen nicht nur PatientInnen, sondern auch SchülerInnen/LehrerInnen sein
  • Familiäre Atmosphäre
  • Individuelle Förderangebote
  • Einzelzimmer im Wohnheim in Selbstverwaltung
Unterrichtsgegenstände an der Pflegeschule Reutte
pflegerische inhalte naturwissenschaftliche inhalte geisteswissenschaftliche inhalte andere inhalte
ethik und berufskunde ernährungslehre und diätkunde psychologie ergonomie
pflegeforschung biologie, anatomie, physiologie soziologie & pädagogik edv
gesundheits- und krankenpflege allgemeine pathologie kommunikation & konfliktsbewältigung rechtsgrundlagen
pflege alter menschen spezielle pathologie supervision & kreativitätstraining englisch
palliativpflege pharmakologie   organisationslehre
hauskrankenpflege komplementärmedizinische methoden    
gerontologie arbeitsmedizin    
erste hilfe hygiene    
gesundheitsförderung      
Ausbildungsbeginn, Ferien und Vergütung

Beginn: Jedes Jahr am 15. September (letztmalig im September 2018)

Ferien: 8 Wochen

1. Ausbildungsjahr EUR 173,60 Brutto
2. Ausbildungsjahr EUR 229,22 Brutto
3. Ausbildungsjahr EUR 376,26 Brutto
Unterkunft & Verpflegung
  • Es besteht die Möglichkeit um EUR 73,95 im SchülerInnenwohnheim eine Kleingarcionnere zu beziehen ...
  • Sie haben die Möglichkeit in der Personalcafeteria im Bezirkskrankenhaus kostenlos Ihre Mahlzeiten einzunehmen
  • Dienstkleidung wird zur Verfügung gestellt
  • Kranken-, Unfall-, Sozial- und Pensionversicherung
Abschluss der Ausbildung

Diplom in allgemeiner Gesundheits- u. Krankenpflege.

Nähere Auskünfte über das Berufsbild (oegkv.at) »

Anmeldung

Die Ausbildung für den gehobenen Dienst in der allgemeinen Gesundheits- & Krankenpflege dauert drei Jahre und umfasst mindestens 4600 Stunden. Ausbildungsbeginn ist jährlich der 15. September
(Ende der Anmeldefrist ist der 31. März)

Zugangsvoraussetzungen

  • vollendetes 17. Lebensjahr
  • und erfolgreiche Absolvierung der 10. Schulstufe oder erfolgreiche Absolvierung der Reifeprüfung einer AHS oder BHS oder
  • vollendetes 18.Lebensjahr
  • und positiv abgeschlossene Schulpflicht und eine abgeschlossene Berufsausbildung
  • die erforderliche körperliche und geistige Eignung
  • die zur Erfüllung der Berufspflichten erforderliche Vertrauenswürdigkeit
  • positiver Aufnahmetest
  • Aufnahmegespräch

Bewerbungsunterlagen

  • ausgefülltes Bewerbungsformular (Download)
  • Lebenslauf
  • 2 Lichtbilder (Name und Geburtsdatum auf der Rückseite)
  • Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Jahreszeugnisse ab der 8. Schulstufe (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Reifeprüfungszeugnis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Zeugnisse der Berufsschule) (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. vorhandene Dienstzeugnisse und Arbeitszeitbestätigungen (Original oder beglaubigte Kopie)

Bei positivem Aufnahmebescheid

  • Gesundheitszeugnis
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als 3 Monate)
  • Meldezettel