Heimhilfe

Ausbildungsschwerpunkte Pflegeschule Reutte

Innerhalb von 8 Monaten werden 200 Stunden Theorie unterrichtet und geprüft, um die uns anvertrauten Klientinnen und Klienten mit Fachwissen betreuen zu können.

Insbesondere liegt uns ein verantwortungsbewusster selbstständiger und wertschätzender Umgang mit den uns anvertrauten Klientinnen und Klienten am Herzen.

Theoretische Ausbildungsinhalte
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Arzneimittellehre
  • Dokumentation
  • Ethik und Berufskunde
  • Erste Hilfe
  • Grundzüge der angewandten Hygiene
  • Grundzüge der Ergonomie und Mobilisation
  • Grundzüge der angewandten Ernährungslehre und Diätkunde
  • Haushaltsführung
  • Grundzüge der Gerontologie
  • Grundzüge der Kommunikation und Konfliktbewältigung
  • Grundzüge der Sozialen Sicherheit
Praktische Fertigkeiten

In den 200 Stunden der praktischen Ausbildung werden die LehrgangsteilnehmerInnen von diplomierten Gesundheits-und Krankenschwestern/pflegern, sowie PflegehelferInnen und  Altenfachbetreuerinnen angeleitet und begleitet. In der praktischen Ausbildung erfolgt der Transfer des theoretisch Gelernten in die Praxis.

Praktische Ausbildung:

  • 120 Stunden in Einrichtungen der mobilen Betreuung und Hilfe
  • 80 Stunden in teilstationären oder stationären Einrichtungen
Berufsbild

Aufgabe der Heimhelferinnen und Heimhelfer ist die Unterstützung betreuungsbedürftiger Menschen aller Altersstufen, die durch Alter, gesundheitliche Beeinträchtigung oder schwierige soziale Umstände nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, insbesondere auch von Menschen, die in ihrer Wohnung oder betreuten Wohneinheit oder Wohngemeinschaft bleiben wollen.

Die Unterstützung erfolgt durch Hilfe bei der Haushaltsführung und den Aktivitäten des täglichen Lebens sowie im Umgang mit den existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens. Eigenaktivitäten werden unterstützt, und es wird Hilfe zur Selbsthilfe gewährt. Heimhelferinnen und Heimhelfer arbeiten im Team mit den Angehörigen der mobilen Betreuungsdienste

Der Tätigkeitsbereich der Heimhilfe
  1. Umfasst einen eigenverantwortlichen Bereich, in dem Sie im Rahmen der Betreuungsplanung auf Anordnung von Klientinnen und Klienten oder Angehörigen der Sozial- und Gesundheitsberufe Aufgaben im hauswirtschaftlichen Bereich ausführen und

  2. einen Bereich, in dem Sie Tätigkeiten der Basisversorgung nach den Bestimmungen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetztes, ausschließlich unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchführen

Der eigenverantwortliche Aufgabenbereich umfasst insbesondere

  1. hauswirtschaftliche Tätigkeiten, insbesondere Sorge für Sauberkeit und Ordnung in der unmittelbaren Umgebung der betreuten Personen,
  2. Beheizen der Wohnung, Beschaffen des Brennmaterials,
  3. Unterstützung bei Besorgungen außerhalb des Wohnbereichs,
  4. Unterstützung bei der Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten,
  5. einfache Aktivierung, wie Anregung zur Beschäftigung,
  6. Förderung von Kontakten im sozialen Umfeld,
  7. hygienische Maßnahmen wie die Wäschegebarung,
  8. Beobachtung des Allgemeinzustandes und rechtzeitiges Herbeiholen von Unterstützung durch andere Berufsgruppen,
  9. Unterstützung von Pflegepersonal und
  10. Dokumentation

Die Unterstützung bei der Basisversorgung erfolgt ausschließlich unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege. Unter Basisversorgung versteht man einfache, unterstützende Tätigkeiten an selbstbestimmten Klienten und Klientinnen. Diese Tätigkeiten umfassen folgende  Bereiche:

  • die Unterstützung bei der oralen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme einschließlich der Arzneimittelaufnahme,
  • die Unterstützung bei der Körperpflege,
  • die Unterstützung beim An- und Auskleiden,
  • die Unterstützung bei der Benützung der Toilette oder Leibstuhl einschließlich Hilfestellung beim Wechsel von Inkontinenzprodukten und
  • die Unterstützung beim Aufstehen, Niederlegen, Niedersetzen und Gehen
Ablauf der Ausbildung

Dauer:

  • 8 Monate, Unterricht jeweils Donnerstag Nachmittag, Freitag - ganztägig und Samstag - teils am Vormittag, teils ganztägig
  • Praktikumsblöcke

Umfang:

  • 200 Unterrichtseinheiten Theorie
  • 200 Stunden Praxis
  • Das Ausbildungsmodul „Unterstützung bei der Basisversorgung“ ist inkludiert

Termine
Derzeit ist kein neuer Heimhilfekurs terminisiert.

Persönlichkeitsbildung

Der Beruf der Heimhilfe erfordert die Fähigkeit, in vielen Formen Beziehungen mit Klienten und Klientinnen aufzunehmen und auf Sorgen und Ängste einfühlsam einzugehen.

Wir versuchen, diese Werte auch im Schulalltag erlebbar zu machen. Dies bedeutet z.B.

  • Schülerzentriertheit: Einbeziehung der LehrgangsteilnehmerInnen in die Entscheidungsprozesse der Schule
  • Krank und schwach dürfen nicht nur KlientInnen, sondern auch LehrgangsteilnehmerInnen sein
  • Familiäre Atmosphäre
  • Individuelle Förderangebote
Zielgruppen
  • HaushaltshelferInnen ohne Ausbildung
  • BerufsinteressentInnen und WiedereinsteigerInnen insbesonders nach Kinderbetreuungszeiten
  • MitarbeiterInnen in sozialen Einrichtungen im hauswirtschaftlichen Bereich
  • Beschäftigte im Reinigungsdienst
  • Alle Berufsinteressierte
Sonstiges

Sie haben die Möglichkeit an den Unterrichtstagen in der Personalcafeteria kostenlos ihre Mahlzeiten einzunehmen.

Lehrgangskosten

Die eigentlichen Kurskosten betragen € 1000.- pro Teilnehmer. Der Betrag minimiert sich durch zwei Fördermaßnahmen auf den Selbstbehalt von €500.-

1. Sonderförderprogramm für die Region Naturschutzgebiet/Naturpark Tiroler Lech
2. Sozial- und Gesundheitssprengel Außerfern

Selbstbehalt € 500.-

zuzüglich

+ Gebühr für die Aufnahmeprüfung €25,-
+ Skripten ca. €20.-
+ Bücher ca. € 30,-
+ Grundimmunisierung Hepatitis B wird empfohlen, ca. 3x €45,-

Individualförderungen:

- Bildungsgeld updade Land Tirol -50% der Kurskosten bei positivem Abschluss
- AMS möglich

Abschluss der Ausbildung
Die kommissionelle Abschlussprüfung qualifiziert zur Ausübung des Berufes der Heimhilfe nach dem Tiroler Sozialbetreuungsberufegesetz (TSBBG) 2007

Wo können Sie nach Abschluss der Ausbildung arbeiten?
Die Ausbildung zur Heimhilfe qualifiziert die LehrgangsteilnehmerInnen vorwiegend für eine Anstellung bei Sozial- und Gesundheitssprengeln. Es ist theoretisch auch eine Anstellung in Alters- und Pflegeheimen möglich. Eine freiberufliche Ausübung der Heimhilfe ist nicht vorgesehen (TSBBG 2007)

Anmeldung

Ausbildungsdauer: 8 Monate
Der Lehrgang wird berufsbegleitend angeboten. (200 Stunden Theorie und 200 Stunden Praktikum)

Derzeit wird keine Ausbildung angeboten.

Zugangsvoraussetzungen

  • Vollendung des 17.Lebensjahres
  • die positive Absolvierung der Schulpflicht
  • die für die Berufsausübung erforderliche gesundheitliche Eignung
  • die für die Berufsausübung erforderliche Vertrauenswürdigkeit     
  • Eigenberechtigung
  • positives Aufnahmeverfahren
  • die für die Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache

Bewerbungsunterlagen

  • ausgefülltes Bewerbungsformular (Download)
  • Lebenslauf
  • 2 Lichtbilder (Name und Geburtsdatum auf der Rückseite)
  • Geburtsurkunde (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Original oder beglaubigte Kopie)
  • Jahreszeugnisse ab der 8. Schulstufe (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung (Zeugnisse der Berufsschule) (Original oder beglaubigte Kopie)
  • evtl. vorhandene Dienstzeugnisse und Arbeitszeitbestätigungen (Original oder beglaubigte Kopie)